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Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume. Dem Betrübten jede Blume ein Unkraut.

Trotz dichter Bebauung ist Bergerhausen ein lebenswerter Ort für alle Generationen, insbesondere für Familien mit Kindern. Die zahlreichen Grünflächen, Sportplätze, Schulen, Kitas, Spielplätze, das Walpurgis- und Siepental und nicht zuletzt mehrere Kleingartenvereine steigern die Lebensqualität im Viertel.

Auch unser kleiner Verein schafft grüne Oasen und Freiräume in Bergerhausen. Mit unseren Anlagen an der Weserstraße und Zeche Ludwig bieten wir ein Stückchen Natur inmitten der Großstadt. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Mitgliederstruktur in den vergangen Jahren deutlich verjüngen konnten – und unseren Verein auch und gerade für Kinder zu einem „Spielplatz“ der besonderen Art machen durften.

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Was schnegelt denn da?

Nicht nur Insekten aller Art finden sich in unseren Gärten. Im letzten Jahr konnten wir erfreut feststellen, dass sich eine Familie Schnegel in unserer Gartenanlage eingefunden hat.

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Der Schnegel, insbesondere der Tigerschnegel, gilt im Garten als wertvoller Nützling. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wegschnecken ernährt er sich primär von abgestorbenem Pflanzenmaterial, Pilzen und – als natürlicher Gegenspieler – von den Eigelegen anderer Schneckenarten. Sein Vorkommen reguliert somit den Bestand an Schädlingen auf natürliche Weise, während frische Nutzpflanzen weitgehend verschont bleiben. Die Ansiedlung einer Schnegel-Familie ist ein direkter Indikator für ein gesundes, ökologisches Gleichgewicht innerhalb der Gartenanlage.

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Insektenvielfalt

Durch die bewusste Schaffung kleiner und kleinster ökologischer Nischen können wir immer mal wieder „Raritäten“ aus dem Insektenreich bei uns begrüßen. Während sich der Moschusbock in einer uralten, mittlerweile leider umgestürzten, Weide ansiedelte, ließ sich eine Hornissen-Schwebfliege in einem Kiwigehölz nieder. Auch auch den brummenden Bombylus haben wir bei uns entdeckt. Eine wirklich überraschende Biodiversität – mitten in einem Stadtteil mit 11.663 Einwohnern auf einer Fläche von nur 3,34 km².

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Kein typischer Kleingarten

Kleingartenvereine sind spießige Relikte der Vergangenheit, in denen sich Gartenzwerge an akkurat geschnittene Hecken lehnen, in denen jedes Beikraut ausgerupft oder totgespritzt wird und wo sich Rentner über den Gartenzaun hinweg intensive Kleinkriege liefern. So zumindest die gängigen Vorurteile über deutsche Schrebergärten.

Wir machen einige Sachen ganz bewusst anders. Bei uns darf es auch gerne etwas „wildkrautiger“ zugehen. Wir achten auf die Einhaltung der Gartenordnung, aber stehen nicht mit dem Zollstock zur Kontrolle an den Hecken zur Parzelle. Kleine Trampoline sind bei uns genauso erlaubt wie der Kinderpool im Sommer. Denn schließlich soll Gärtnern doch vor allem eines machen: ganz viel Spaß!